Erklärvideo Briefing Vorlage: So sparst du Zeit
Ein gutes Erklärvideo steht und fällt mit dem Briefing.
Nicht weil wir oder andere Agenturen kompliziert wären, sondern weil fehlende Klarheit fast immer Schleifen auslöst:
Was ist die Botschaft, wer entscheidet, welche Begriffe sind tabu, wo läuft das Video später. Wenn diese Fragen vor dem Kickoff sauber beantwortet sind, sparst du typischerweise mehrere Stunden Arbeit, die Feedbackrunden fallen deutlich reduzierter aus und du kommst schneller zu deinem gewünschten Ergebnis.
In diesem Beitrag bekommst du eine praxiserprobte Briefing-Vorlage, die du direkt übernehmen kannst.
Sie ist bewusst kompakt, aber so gebaut, dass sie die häufigsten Stolpersteine abfängt.
Hier kannst du dir die Briefing Vorlage kostenlos herunterladen:
Was ein Briefing leisten muss
Ein Briefing ist dann gut, wenn drei Dinge glasklar sind: Ziel, Zielgruppe und Entscheidung. Sobald eines davon fehlt, entstehen später Diskussionen, die man nicht mehr mit Gestaltung lösen kann.
Briefing-Vorlage zum Kopieren
1) Ziel und Erfolgskriterium
Was soll nach dem Video anders sein als vorher. Formuliere das als konkretes Verhalten. Ein Beispiel wäre: Nach dem Video sollen Mitarbeitende wissen, wie sie Datenschutzvorfälle melden und es auch tatsächlich tun. Ergänze danach ein Erfolgskriterium, das du messen oder zumindest beobachten kannst, zum Beispiel weniger Rückfragen im Support, eine höhere Teilnahmequote oder weniger Fehler im Prozess.
2) Zielgruppe und Vorwissen
Beschreibe in einem Satz, wer das Video wirklich sieht. Notiere danach, was diese Zielgruppe bereits weiss und was sie sehr wahrscheinlich nicht weiss. Das verhindert, dass ihr zu simpel oder zu komplex erklärt. Halte auch fest, welche Begriffe vertraut sind und welche ihr vermeiden oder kurz erklären müsst.
3) Kernbotschaft und drei Unterbotschaften
Schreibe die eine Botschaft auf, die hängen bleiben muss, selbst wenn jemand nur halb aufmerksam ist. Ergänze drei Unterbotschaften, die diese Kernbotschaft stützen und handlungsfähig machen. Wenn es einen typischen Irrtum gibt, der unbedingt verhindert werden muss, gehört er ebenfalls hierhin.
4) Inhaltliche Grenzen und Muss-Inhalte
Definiere die Inhalte, die zwingend rein müssen und zwar so knapp wie möglich. Definiere auch, was bewusst nicht rein darf, selbst wenn es „auch noch spannend wäre“. Wenn rechtliche oder fachliche Vorgaben gelten, benenne sie und nenne die Stelle, die fachlich final abnimmt.
5) Call to Action
Formuliere, was die Person direkt nach dem Video tun soll. Nenne auch, wo genau das passiert, also auf welcher Seite, in welchem System oder über welchen Link.
6) Tonalität, Stil und Beispiele
Lege fest, ob du oder Sie verwendet wird und ob der Ton sachlich, freundlich, motivierend oder streng sein soll. Wenn du Referenzvideos hast, nenne eines, das dir gefällt und eines, das dir nicht gefällt und schreibe je einen Satz dazu, warum.
7) Kanal, Format und technische Eckdaten
Schreibe auf, wo das Video eingesetzt wird, zum Beispiel Website, Intranet, Social Media oder LMS. Lege eine realistische Länge fest. Für eine klare Botschaft funktionieren oft 60 bis 90 Sekunden, für mehr Kontext eher 90 bis 150 Sekunden. Notiere Sprachen, Untertitel und allfällige Vorgaben zur Barrierefreiheit.
8) Verantwortlichkeiten und Ablauf
Nenne eine Ansprechperson für Rückfragen. Halte fest, wer Feedback gibt und wer final entscheidet. Wenn es mehrere Entscheider gibt, definiere trotzdem eine Person, die am Schluss zusammenführt, sonst wird jede Runde politisch. Ergänze eine Deadline und den Grund, warum sie fix ist.
9) Material und Quellen
Verlinke oder sammle alles, was inhaltlich getroffen werden muss, zum Beispiel Dokumente, bestehende Texte, Slides oder Screenshots. Ergänze CI-Vorgaben wie Logo, Farben, Schriften, Bildsprache und Begriffe, die exakt so verwendet werden müssen.
Fazit
Falls du die Vorlage hilfreich findest, darfst du sie gern intern weiterleiten oder in deinen Unterlagen verlinken. Je mehr Teams sauber briefen, desto weniger Meetings müssen dafür sterben.